Medienrummel um den „ärztlich zertifizierten Spritzenschein“ für Heilpraktiker

Peter Brehm

CHIRON Schulleiter

Zurzeit sehen und hören wir in den Medien allerlei Beiträge, welche Eines gemeinsam haben –  sie richten sich gegen die Heilpraktikerschaft, deren Ausbildungen, deren Befugnisse sowie den Arbeitsmethoden.

Seit über 20 Jahren Schulleitertätigkeit erreichen uns fast regelmäßig ähnliche Panik-Meldungen über die Abschaffung des Heilpraktikerberufs.

Gerade jetzt, wo wir uns gemeinsam nach Kräften dafür einsetzen sollten, dass der Heilpraktikerberuf weiterhin eine hohe Anerkennung erfährt und diese Anerkennung auch gesetzlich umgesetzt wird, sollten wir uns jede Panikmache verbieten, sondern uns inhaltlich und sachlich auf unsere Arbeit und unsere Patient*innen konzentrieren, wozu auch eine qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung gehört.

Richtig ist, dass das Bundesgesundheitsministerium Ende 2019 ein Rechtsgutachten zur Vergabe ausgeschrieben hat, um den Berufsstand des Heilpraktikers besser einordnen zu können. Es ist völlig offen, wann, ob überhaupt und welche Ergebnisse dieses Rechtsgutachten bringen wird, da die Ausschreibung und Vergabe allein bereits einen äußerst komplexen und zeitaufwändigen Prozess darstellt.

Persönlich begrüße ich die Durchführung dieses Gutachtens, weil damit möglicherweise künftig die Grundlagen für eine klare, gesetzlich geregelt einheitliche Ausbildung gelegt werden könnte.

Mehrere Schulen und HP-Organisationen sind inzwischen in Arbeitskreisen zusammengetroffen und wurden als Gesprächspartner für die Diskussionen eingeladen.

Allerdings findet sich auch innerhalb der HP-Verbände manch sonderbarer Auswuchs:

Der BDHN wirbt damit, dass in seinem Seminar ein „ärztlich zertifizierter Spritzenschein“ erworben wird‚ und behauptet, dass ein „ärztlich zertifizierter Spritzenschein“ in Zukunft Voraussetzung für die berufliche Tätigkeit von invasiv arbeitenden Heilpraktiker*innen sei.

 

Von diesen Aussagen des BDHN möchte ich mich in jeder Hinsicht distanzieren!

 

Zur Richtigstellung und Aufklärung:
Diese Newsletter enthalten bedauerlicherweise eine Vielzahl von falschen Aussagen, irreführenden, unhaltbaren und unlauteren Angaben – verbunden mit reiner Panikmache.

Diese Aussagen/Angaben verstoßen in breitem Umfang gegen mehrere Gesetze:

  • Es gibt keinen „ärztlich zertifizierten Spritzenschein“, der in Zukunft Voraussetzung für die berufliche Tätigkeit als Heilpraktiker ist.
  • Weder besteht eine gesetzliche oder behördliche Anforderung für einen „Spritzenschein“, noch existiert ein „amtlicher“ Nachweis für diese Qualifikation.
  • Derartige Zertifizierungen können deshalb auch nicht in Seminaren, wie derzeit vom BDHN beworben, erworben werden.
  • Dieser Kurs kostet ca. 300.-€ (schnell verdientes Geld?)

Injektionstechniken sind Bestandteil der Überprüfungs-Leitlinien. Mit Ihrer bestandenen amtsärztlichen Überprüfung haben Sie bereits die Legimitation zur Durchführung von Injektionen erhalten!

Unsere  Auffassung ist, dass generell eine qualifizierte Ausbildung das A und O für eine hohe Qualifikation des Heilpraktiker-Berufsstandes bietet. Genau diese Qualifikation bieten wir an, und zwar auch für sämtliche invasiven Techniken, wie Injektionen, Blutabnahme, Infusionen etc. sowie Akupunktur. Seien Sie versichert – unsere Ausbildungen und Seminare bieten Ihnen alle notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen für die Ausübung des Heilpraktikerberufs.

Ihr Peter Brehm

CHIRON Schulleiter

Von |2020-02-17T15:59:20+00:00Februar 17th, 2020|Allgemein, Neuigkeiten|0 Kommentare
Diese Webseite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.